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Hlg. Bartholomäus der Armenier
Der ursprüngliche Baustil war typisch armenisch, wahrscheinlich mit einer Zentralkuppel und zwei Seitenkapellen auf der Stirnseite. Von dieser ursprünglichen Gestalt ist nur die Apsis mit der Kuppel (die in jüngster Zeit mit einer kleinen Laternen ausgestattet wurde) und die linke Kapelle der Stirnseite geblieben (die rechte dem hlg. Pantaleus geweihte Seitenkapelle ist 1885 zerstört werden, als das Gebäude errichtet wurde, das heute die Kirche auf zwei seiten um-schließt, auf der rechten und auf der Stirnseite). Schon in den letzten Jahren des XVI. Jahrhunderts ist die Kirche erheblich umgestaltet worden durch die Errichtung eines einzigen langen und wesentlich höhern Mittelschiffs, sodaß danach der ur-sprüngliche Teil als Apsis erscheint.
Auf die hlg. Reliquie bezieht sich die Mehrzahl der Bilder an den Wänden des Schiffes (XVII. Jh.): drei Gemälde von Orazio De Ferrari (die sich auf die Herkunft der Ikone beziehen); ein Bild von A. Casoni (das die Schenkung der Reliquie von seiten des Montaldo dar-stellt); vier Gemälde des Bartolomeo Ferrari (Engel mit Schriftrollen zum Preise des Hlg. Antlitzes).
Die Kirche ist aber auch reich an anderen bedeutenden Kunstwerken. An der Decke des Hauptschiffes die Freske von Lazzaro Tavarone (1595, die das Martyrium des hlg. Bartholomäus darstellt). Auf dem rechten Seitenaltar: die Verkündigung Mariä von G.B. Paggi (Ende des XVI. Jhs.). Im Türrahmen, von dem wir schon zuvor gesprochen haben: ein Kruzifix von D. Bissone. Auf dem zweiten rechten Seitenaltar: eine Tafel von Mattia Traverso (XX. Jh.), die den hlg. Antonio M. Zaccaria (den Gründer des Barnabiterordens) und die Madonna der göttli-chen Vorsehung darstellt. Zu dem Altar gehört überdies ein kostbares Antependium aus Marmor (von Taddeo Carlone: Anfang des XVII. Jhs.), das die Überführung der leiblichen Hülle der hlg. Katharina von Alexandria zum Sinai darstellt. Am Ende des kleinen rechten Seitenschiffs (der Apsis): Marmorstatue der Madonna der Barmherzigkeit (Ende des XIX. Jhs.), die aus der Kirche des hlg. Paulus im Campetto (Barnabiterkirche) stammt. Im Chor ein hölzernes Kruzifix aus dem XVII. Jahrhundert. Auf dem Hauptaltar (XVI. und XVII. Jh., wie die übrigen Altäre im Kirchenschiff), einem der bedeutensten aus jener Epoche Genuas, be-findet sich: ein Triptychon von Turino Vanni, aus Pisa (1415, das eine Madonna mit Engeln und Heiligen darstellt, eines der schönsten seiner Art in Ligurien; auf der Basis des Triptychons: Szenen aus dem Leben und dem Martyrium des hlg. Bartholomäus; auf den Seitenteilen der Basis: der hlg. Georg, Schutzherr von Genua und der hlg. Torpete, Schutzherr von Pisa. Auf den kleinen Türen, die aus dem Presbyterium auf den Chor gehen: Statuen des hlg. Petrus und Bartholomäus (von der Hand der Brüder Carlone: XVI. und XVII. Jh.). An den seitlichen wänden des Presbyteriums: zwei glänzende Gemälde von Luca Cambiaso (die augenblicklich - 1999 - restauriert werden), die die Verklärung und Auferstehung Jesu darstellen. Am Ende des kleinen linken Seitenschiffs: ein der Madonna des Hlg. Rosenkranzes geweihter Altar (XIX. Jh.). Von da aus gelangt man in die alte Kapelle (heute der Vorraum der Sakristei) auf der linken Stirnseite der Kirche; in dieser Kapelle finden wir die Reste ei-nes Freskenzyklus (Ende des XV. oder Anfang des XVI. Jhs.), der Episoden aus der Passion Christi und außerdem Propheten, Evangelisten und Kirchenlehrer darstellt. Es handelt sich um eines der bedeutendsten Beispiele der genuesischen Malerei aus dieser Zeit. In der Sakristei: ein Gemälde des Morazzone (Künstlername für P.F. Mazucchelli, XVII. Jh.), auf dem die Madonna zusammen mit S. Carlo Borromeo abgebildet ist. Dort befindet sich auch die kostbare Reliquie des Fußes des hlg. Apostels Bartholomäus, die 1430 von Marco Spinola der Kirche geschenkt wurde. Am zweiten Altar links des Hauptschiffes: ein Tafelbild von Mattia Traverso, das heilige Herz Jesu und den Apostel Paulus, Schutzherr der Barnabiter (deren eigentlicher Name eben der ist: "Reguläre Ordensbrüder des hlg. Paulus"), Nachfolger der armenischen Mönche ab 1656.
Im Vorraum der Kirche: eine Büste des hlg. Basilius, Schutzherr der armenischen Mönche, die deshalb Basilianer genannt wurden. Unter der Büste: eine Sammlung mittelalterlicher Gedenksteine (mit Aus-nahme eines armenischen aus dem XVII. Jh.), die alle einen Bezug zur Ikone haben.An der gegenüberliegenden Wand: eine Büste des Hlg. Alessandro Sauli Schutzherr des saulischen Kreises, eines der aktivsten katholischen Zirkel gegen Ende des XIX. und Anfang des XX. Jhs.
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